Helmut Gärtner


Zur Erinnerung an Helmut Gärtner

Jetzt ist es leider wahr geworden. Der ewig junge immer freundliche, beliebte Musikus Helmut Gärtner ist am 05.07.2014 verstorben.

Sein Leben war von Musik geprägt und dies vermittelte er wie kein Zweiter.

Harte Worte gab es in seinen Kritiken, die er ja regelmäßig für die lokalen Zeitungen verfasste, von ihm nicht. Schlechte Noten für musikalisch unbegabte Schüler in seiner gymnasialen Lehrerzeit waren ebenso für ihn fehl am Platz.

Begabung hat man im musischen Bereich oder nicht. Wenn nicht, sei es darum. Doch die musikalisch Begabten unterstützte und förderte er. Dafür „opferte“ er gern seine Zeit.

Zeit gönnte er sich auch für das Schreiben. Ich lernte ihn kennen, als er über die alten Deggendorfer Originale ein Büchlein verfasste und in seinen Augen auch unser Lokal dabei nicht fehlen durfte. Er kam vorbei und ließ sich von meiner Mutter Else und mir von unserer Kneipe erzählen. Aufmerksam hörte er zu, machte sich seine eigenen Gedanken und verarbeitete sie mit wunderschönen Anekdoten in seinem Buch über die alten Deggendorfer Originale. Diesen Band nehme nicht nur ich gerne zur Hand. Ich glaube hier im Sinne von vielen Deggendorfern zu reden, die dankbar sind, dass Helmut Gärtner die Erinnerungen an diese alten Geschichten wieder aufleben ließ und so unsterblich machte.

Wenn man die täglichen Zeitungsberichte verfolgte, konnte man fast täglich einen Beitrag von oder über ihn lesen. Mal begleitete er die Greisinger Sänger am Klavier oder mit der Geige, dann hatte er mit seiner Frau einen Auftritt.

Er war präsent bei vielen musikalischen Veranstaltungen. Fast war es schon eine Selbstverständlichkeit, dass er mitspielte, wenn in Deggendorf etwas los war in Sachen Musik.

Spielte er nicht war er wie schon anfangs beschrieben als Kritiker gefragt.

Omnipräsent, trotzdem niemals aufdringlich und immer gerne gesehen. Wie macht man so etwas?

Ganz einfach, man muss nur das größte Original sein, das Deggendorf jemals hervorgebracht hat.

Lieber Helmut, vielleicht triffst du ja jetzt viele frühere Weggefährten und gründest einen Chor mit ihnen und den dazu passenden Zuschauern.

In Dankbarkeit, dafür dass es dich gegeben hat und mit stetiger freudiger Erinnerung an dich als großes, einmaliges Deggendorfer Urgestein und Kulturgut.

Dein Otto Schober

Übrigens hat Helmut Gärtner am 06.12. 1947 vor 67 Jahren in der Halbmeilekirche bei der Hochzeit meiner Eltern musiziert.