Heinz Bergmann


Zur Erinnerung an Heinz Bergmann

„Das ist Theresa, ich bin der Heinz.“ So begrüßte er mich vor ca. 20 Jahren, als die beiden aus beruflichen Gründen nach Deggendorf kamen. Innerhalb kürzester Eingewöhnungszeit baute er sich einen Bekanntenkreis auf, den viele hier gebürtige Deggendorfer in ihrem ganzen Leben nicht schaffen. Seine Neugier und sein Interesse an Personen zeigte, wie kontaktfreudig Heinz war. Er interessierte sich für viele Bereiche, sei es Sport, Kunst, Politik. Er wollte gestalten, verändern, Verantwortung übernehmen. Er knüpfte Kontakte, spann die Fäden, wie man so sagt und war innerhalb kürzester Zeit integriert und ein wichtiger Bestandteil für viele und nicht mehr wegzudenken aus unserer Deggendorfer Gemeinschaft.
Wie ist so etwas möglich? Kleines Beispiel gefällig? Theateraufführungen waren eine große Leidenschaft von Heinz. Bei den Schultheateraufführungen von Holmer Fons und Stangl Rudi saß er immer in der ersten Reihe und fieberte mit den Regisseuren und dem Ensemble mit. Mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seiner unnachahmlichen Art, sich einzubringen, sogar als Zuschauer, riss er sich und alle um ihn Herumstehende mit und sorgte für Leben unter den Zuhörern in den Theatersälen, und für den berechtigten Applaus für die Darsteller, der Dank der Anwesenheit von Heinz an solchen Tagen noch gewaltiger ausfiel als sonst. Heinz machte sich Gedanken und brachte seine eigenen Ideen zu Papier. Aus dem Zuhörer wurde schon bald der Gestalter und jeder erinnert sich mit Freude an das Schultheater an der Maria Ward, das er als Regisseur zu großem Erfolgen führte.
Deggendorfer Volleyballspiele ohne Heinz waren nicht vorstellbar. Bei jedem Spiel fieberte er mit, feuerte die Spieler an und versetzte mit seiner Stimmgewaltigkeit so manche Schiedsrichter in Panik. Heinz lachte gern und steckte mit seiner Art positiv an. Man fühlte sich wohl in seiner Gesellschaft. Er war ein gern gesehener Gast, denn er konnte auch zuhören und sich im richtigen Augenblick einbringen.
Heinz, der vollkommend überraschend am Montag, den 25. Juni 2012 zu früh im 60. Lebensjahr starb, wird uns dank seiner Persönlichkeit, seiner Kreativität und Spontanität immer in positiver Erinnerung bleiben.
Mach´s gut, lieber Heinz und grüß die Else und den Fons, wenn es möglich ist.