Frank Schlichenmaier


Frank Schlichenmaier

Es ist furchtbar. Frank Schlichenmaier ist tot.
Lungenkrebs im Endstadium lautete die Diagnose nach einer „harmlosen“ Untersuchung wegen Rückenbeschwerden.
Unfassbar bei der körperlichen Voraussetzung und dem Lebenswandel dieses außergewöhnlichen Sportlers.
Lebensfreude pur las man in seinen Augen, wenn man ihm begegnen durfte.
Von Frank strahlte eine Herzlichkeit aus, die sofort ansteckte und sich übertrug.
Als Sportler möchte ich ihn mit diesem Beispiel beschreiben:
Gib Frank einen Ball in die Hand, schau in seine strahlenden Augen, lass dich von der Spielfreude anstecken und schon ergibt sich eine Möglichkeit, mit diesem Ball etwas anzufangen.
Innerhalb kürzester Zeit wirst du dann mit ihm auf den Platz stehen, herumtollen, lachen und ein paar schöne Stunden erleben. Je nach Bedarf, die dazu benötigten Mitspieler und die Organisation dazu hat Frank schon getätigt.
Jeder, der Frank kannte, schätzte ihn.
Sei es im Beruf, in der Freizeit oder im zwischenmenschlichen Bereich.
Frank sah in seinem Gegenüber immer etwas wertvolles und
die Energie, die von ihm ausging, übertrug sich sofort.
Er brachte den Raum zum Leuchten, den er betrat.
Es war mir immer eine große Freude, wenn er mein Lokal besuchte.
Frank brachte Freunde mit, die ihm wertvoll waren und nie in den vielen Jahren, die ich ihn kannte, gab es irgendein negatives Erlebnis, außer dass er zu selten kam, weil er ja so vielen anderen Verpflichtungen nachkommen musste.
Frank übernahm Verantwortung in allen Lebenslagen und da er es so gut machte, war er ständig irgendwo im Einsatz, ohne sich aufzudrängen.
Sein Rat und seine Anwesenheit waren gefragt.
Sehr traurig, diesen kleinen persönlichen Nachruf schreiben zu müssen, nehme ich Abschied von Frank, der in meinen Gedanken und sicherlich in der Erinnerung aller, die ihn kannten einen Platz weit vorne in ihren Herzen einnehmen wird.
Frank verstarb am Donnerstag, den 09.02.2017.

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Buch Demian von Hermann Hesse.
"Wenn befreundete Wege aufeinander treffen, sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus."

Lieber Frank, wir trafen uns nicht so oft, aber wenn, dann war es immer so, wie es in diesem Zitat beschrieben ist.

Dein Otto Schober